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Kurse, Touren & Reisen

Zeitraum von - bis
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Art
Aktivität / Sportart

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Am Samstag, dem 26. Juni 2021, trafen wir uns um 9:15 Uhr vor der Edelweisshütte. Wir wollten erkunden, welche Pflanzen und Tiere in der Nähe der Hütte vorkommen. Dazu hatten wir Experten und Expertinnen für Blütenpflanzen und verschiedene Tiergruppen gebeten, uns ihr Wissen zur Verfügung zu stellen. Ihre Aufgabe war, die Arten, die sie entlang der Wege in der Umgebung der Hütte finden, zu bestimmen. Wir durften sie begleiten, dabei beobachten, Fragen stellen, usw.

Bevor wir begannen auszuschwärmen, wurden wir von unserem Präsidenten Georg Lenz begrüßt. Er wies darauf hin, dass auch Natur- und Umweltschutz eine wichtige Aufgabe des Alpenvereins sei. Denn unseren sportlichen Aktivitäten wollen wir in einer intakten Natur nachgehen und wir wollen uns beim Bergsteigen, Wandern, usw. an Alpenblumen und -tieren erfreuen. Heute war die Gelegenheit, mehr über Pflanzen und Tiere zu erfahren, um damit tieferen Einblick in die belebte Mitwelt zu bekommen.

Auch unsere Experten waren neugierig, was zu finden sein würde. Bärbel Pachinger, Expertin für Wildbienen, suchte dazu die Wege durch das Wiesen- und Weidegebiet gleich neben der Hütte auf. Denn Hummeln halten sich eben bevorzugt bei blühenden Pflanzen auf. Auch Thomas Zuna-Kratky suchte dort nach Heuschrecken, weil der Lebensraum der überwiegenden Zahl der Heuschreckenarten offene Landschaft ist. Unsere beiden Botaniker teilten sich die Lebensräume, in denen sie die Blütenpflanzen aufnahmen: Harald Rötzer kartierte in den Wiesen und Weiden, Michael Suen beging den Fadensteig und erfasste damit zunächst auch noch bewaldetes Gebiet, dann aber felsiges Gelände. Wolfgang Kantner, der Ornithologe, beging den Nördlichen Grafensteig - ein Weg, der durch aus Laub- und Nadelbäumen gemischten Bergwald führt und manchmal dichter ist, manchmal, wo er lichter ist, auch Ausblicke auf den Himmel gewährt. So erspähte die Truppe auch einen Greifvogel – einen Wanderfalken. Das war Glück, denn Wanderfalken sind besonders schnelle Flieger. Die meisten anderen Vögel bemerkten sie an Rufen und Gesängen. Daher nicht verwunderlich, dass am Vormittag mehr zu hören war als am Nachmittag. Wolfi erklärte, dass die Vögel vor allem in der Früh und am Abend singen.

Die Artenlisten der Botaniker wurden lang und zeigten die Vielfalt unterschiedlicher Standorte selbst auf kleinstem Raum. In mageren Wiesen im direkten Umfeld der Hütte war eine beträchtliche Anzahl an verschiedenen Arten zu finden (einige davon finden wir auch als Kräuter im eigenen Garten). Harald wies darauf hin, dass speziell Grenzbereiche von mageren und fetten Wiesen oft eine beachtliche Pflanzenvielfalt beherbergen. Sobald man sich in die Höhe und auf felsigen Standorten bewegt, ändern sich auch die Pflanzengesellschaften und selbst am Felsen waren erstaunlich viele Arten zu finden. 

Den Alpen-Mohn zählten wir zu den Highlights. Zur Unterscheidung der Arten wird eine Fachsprache verwendet, für uns Laien nutzen Experten dann auch Trivialnamen. Eines unserer interessiert teilnehmenden Kinder verlangte dies auch, damit es sich merken könne, was es gesehen hatte. In der Hummelgruppe bewies Paul, dass sich Kinder manchmal mehr merken als Erwachsene und erstaunte damit Bärbel.

Auch bei Hummeln und Heuschrecken bereicherten die Kinder interessiert die Suche. Sie hatten große Freude, weil sie in die von Bärbel und Thomas mitgebrachten Gläser Insekten einfangen konnten. Bärbel und Thomas bestimmten gleich die Arten und standen mit interessanten Informationen bereit. Oft waren das Tiere anderer Insektengruppen: Schmetterlinge, Käfer, Fliegen, Zikaden, Netzflügler, … . Aber Bärbel und Thomas kennen und wissen eben viel mehr als ihr Fachgebiet.

Wir lernten so Einiges, Überraschendes und Interessantes. Zum Beispiel, dass manche Insekten nur wie Hummeln aussehen, aber keine sind. Diese Täuschung ist eine der Strategien im Tierreich. Mit welcher Strategie sich Larven von Ameisenjungfern ernähren, lernten wir, nachdem Lorenz eine Gemeine Ameisenjungfer eingefangen hatte. Wir suchten den Trichter des „Ameisenlöwen“. Thomas fand mehrere und vorsichtig wurde auch der Löwe gesucht – erfolgreich. Wir konnten seine „Zangen“ sehen, mit denen er gräbt, aber auch die Ameisen tötet. Schließlich konnten wir auch noch beobachten, wie er wieder einen Trichter zu bauen begann.

Selbstverständlich wurden die Tiere, nachdem sie bestimmt waren und alle sie gesehen hatten, freigelassen. Steffi gelang es aber sogar, einen Schmetterling – ein kleines Braunauge – eine Weile einfach auf ihrer Hand herumzutragen.

Am Nachmittag wurde zum Abschluss kurz Bilanz gezogen. Für alle war es ein lohnender Tag. Die Teilnehmenden haben viel gesehen und gelernt und damit Anregung bekommen, selbst zu beobachten, das Wissen zu vertiefen, um vielleicht selbst Daten zu sammeln und zu melden. Die Experten freuten sich über das Interesse der Teilnehmenden und die vielen Funde. Vor ihnen lag aber noch die Aufgabe, die gefundenen Arten in eine Liste einzutragen. Wir werden über die Gesamtartenliste berichten.

Inge Fiala und Marilene Fuhrmann, Team Natur & Umwelt

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